Russisch Orthodoxe Ikonen


Russisch-orthodoxe, Heiligenbilder der Ostkirche gehoeren mit zum Faszinierendsten, aber auch Kompliziertesten und Anspruchvollsten Bereich des Bilderkultes. Die Herstellung einer Ikone ist meistens nicht die Aufgabe eines eigenstaendigen Kuenstlers, sondern eine Art religioese Handlung, die im Idealfall, eine bestimmte Religiositaet und innere Haltung, die Vorbereitung durch Fasten, Gebete und Reinigungszeremonien erfordert. Ikonen entstanden ab dem 11.Jahrhundert in byzantinischen Kloestern. Obwohl Ikonenmaler in der Regel anonym blieben, sind einige bekannt: wie etwa Andrej Rubljow oder Theophanes der Grieche. Beide Kuenstler, die im spaeten 14. und 15. Jahrhundert in Russland arbeiteten, begruendeten die Bluete der russischen Ikonenmalerei. Mit ihrer Arbeit vereinigten sich spirituelle Anmut und technische Meisterschaft zu einer Synthese, die auch in denen von uns gezeigten russischen Ikonen weiterlebt. Wir finden Holzikonen ,deren Hintergrund haeufig aus Blattgold oder Metallschichten besteht, oder die mehrfach mit Alabasterkreide grundiert, teils vergoldet und sodann in Eitemperafarben gemalt sind. Silber- und Bronzeikonen sind meist in Formsand gegossen und zum Teil emailliert. Mitunter gibt es Mosaikikonen, in Elfenbein geschnitzte, mit Gold und Silberfaeden gestickte, als auch mit Perlen und Edelstein bestickten Ikonen. Viele Sammler erwerben diese Art von Kultbildern, aus aesthetischen oder dekorativen Gruenden, vor allem aber sind Kaeufer stark an ihrem religioesen Bedeutungsinhalt interessiert.



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